Als wir neulich mit unseren Kindern auf dem Hausboot MS Renate auf der Mecklenburgischen Seenplatte unterwegs waren, erreichten mich sooo viele Fragen! Scheinbar interessiert Euch das Thema Urlaub auf dem Hausboot mit Kindern echt brennend und ihr habt mir nahezu Löcher in den Bauch gefragt. Hier kommen jetzt eure Antworten.
Ich habe versucht, die Fragen ein bisschen zu sortieren. Sie sind jetzt also in folgende Abschnitte gegliedert:
- Allgemein zum Urlaub auf dem Hausboot
- Fragen zum Wohnen auf dem Hausboot
- Fragen zum Fahren eines Hausbootes
- Fragen zur Route
Falls mir eure Frage durchgerutscht ist oder sich beim Lesen eine neue stellt, schreibt sie mir einfach in die Kommentare, dann nehme ich sie nachträglich auf.

1. Allgemein zum Urlaub auf dem Hausboot
Zunächst mal habe ich unsere Reise in diesem Artikel hier ausführlich beschrieben. Und nun zu euren Fragen:
1.1 Braucht man einen Führerschein?
Wenn man mit einem Motorboot fahren möchte, dazu zählen natürlich auch Hausboote, braucht man in der Regel ab einer gewissen Motorstärke (15PS) einen Sportbootführerschein Binnen. Allerdings gibt es dafür einen Ausnahme, denn auf touristischen Wasserwegen ist das Fahren von Booten auch mit einem Charterschein gestattet – unter bestimmten Auflagen. Man bekommt eine ausführliche Einweisung, die Theorie (z.B. Verkehrsregeln auf dem Wasser, Schifffahrtszeichen wie Schilder und Tonnen, Informationen zum Schleusen und Ankern) und einen praktischen Teil umfasst, also eine Einweisung in das Schiff und seine Technik sowie eine Probefahrt. Danach bekommt man einen Charterschein ausgestellt und darf los – normalerweise.
1.2 Was kostet das?
Urlaub auf dem Hausboot kostet natürlich je nach Größe und Ausstattung des Bootes sowie Jahreszeit unterschiedlich viel. Wir haben Angebote ab 60€ pro Nacht gesehen. Renate ist jedoch eine großzügige und wirklich bombastisch ausgestattete Riverlodge und kostet je nach Saison ab rund 200€/Nacht.
Dazu kommen ggf. die Liegegebühren in den Häfen sowie die Gebühren für Frischwasser und das Abpumpen von verbrauchtem Wasser sowie das Benzin.
Das Schleusen ist kostenfrei.
1.3 Mit welchem Anbieter seid ihr gefahren?
Wir sind mit einem Hausboot von Yachtcharter Römer & Kuhnle-Tours gefahren. Wir sind im Hafendorf Müritz gestartet, aber es gibt auch Basen in Priepert, Fürstenberg, Zehdenick, Zeuthen und Berlin Rummelsburg.
Wir waren von der Freundlichkeit und dem Service sehr angetan und können den Anbieter absolut empfehlen.
1.4 Geht das mit Kindern?
Ja, Urlaub mit Kindern auf einem Hausboot hat für uns wunderbar funktioniert. Wir haben allerdings von vorn herein ein paar klare Regeln festgelegt – die Schiffsregeln. Zum Beispiel wurde die Terrasse nur in Begleitung von uns Eltern und mit Schwimmweste betreten, in den Schleusen haben die Kinder drinnen gewartet etc.
1.5 Ist das nicht anstrengend mit Kindern?
Nö, nicht anstrengender als Zuhause oder in einem anderen Urlaub auch 😉
1.6 Ist das nicht gefährlich?
Naja, man muss schon immer ein Auge auf die Kids haben. Am Anfang waren wir auch sehr angespannt, aber das hat sich schnell gegeben. Wir haben uns zu keiner Zeit in Gefahr gewähnt oder waren einer brenzlichen Situation ausgesetzt.
1.7 Hättest du das schon mit einem Zweijährigen gemacht?
Mit meinem Zweijährigen hätte ich das nicht gemacht, weil er als gefühlsstarkes Kleinkind in diesem Alter noch komplett auf mir gewohnt hat – Schleusen oder Ankern mit Kind auf dem Arm stelle ich mir ziemlich herausfordernd vor. Das ist allerdings unserer Situation geschuldet, ich kann mir gut vorstellen, dass solche Reise auch mit Zweijährigen machbar sein kann.
1.8 Tragt ihr Erwachsenen auch Schwimmwesten?
Nein, nur in den Gebieten, in denen es vorgeschrieben ist. Schwimmwesten für Erwachsene sind an Bord, die für Kinder konnten wir bei der Übergabe des Bootes anprobieren und ausleihen.
1.9 Gibt es viele Mücken?
Wir waren selbst ganz erstaunt – kaum! Tatsächlich haben wir keinen einzigen Mückenstich mitgebracht. An manchen Abenden haben wir uns mit Autan eingesprüht und solche Anti-Mücken-Kerzen aufgestellt, manchmal ging es auch komplett ohne.
1.10 Ist das aus ökologischer Sicht nicht ziemlich doof? Oder haben sie Boote Solarstrom? Und wird die Natur nicht zerstört?
Unser Hausboot war mit einem 25 PS Verbrennungsmotor ausgestattet, wir haben für 80km etwa 50 Liter Benzin verbraucht. Benzin verbrennt im Gegensatz zu bspw. Diesel zu wasserunschädlichen Gasen. Klar, ein Elektromotor oder Solarantrieb wären wahrscheinlich trotzdem um einiges besser, daran wird aber – soweit ich weiß – schon getüftelt. (Dazu gibt es hier einen spannenden und sehr ausführlichen Artikel.)
Ein viel größerer Punkt ist ist in meinen Augen das (Fehl)Verhalten der Menschen. Zum einen muss man beispielsweise nicht benzinschleudernd und mit Vollgas durchs Wasser peitschen – das spart Treibstoff und mindert Wellenschlag, der nicht nur andere Boote, sondern auch die Tiere stören kann. Außerdem ist man ja im Urlaub, da darf es gerne auch etwas gemächlicher zugehen.
Und grundsätzlich ist es natürlich allererstes Gebot, die Natur zu schützen. Dazu gehört, weder Müll, noch Essensreste oder Fäkalien ins Wasser zu werfen, Enten und andere Wasservögel nicht zu füttern, nicht ins Schilf zu fahren, oder keine Seerosen oder andere Pflanzen abzurufen, nur um mal einiges zu nennen.
1.11 Wie lange im voraus muss man buchen?
Wenn man ganz sicher gehen will, sollte man natürlich längerfristig planen. Wenn man nicht festgelegt ist oder unabhängig von den Ferien, lohnt es sich durchaus, auch mal ein Auge auf die Last Minute Angebote zu werfen.
Hier geht es zu den Last Minute Angeboten von Yachtcharter Römer
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2. Fragen zum Wohnen im Hausboot
Ein bisschen was zum Wohnen in einem Hausboot steht ja schon hier. Darüber hinaus haben euch folgende Punkte beschäftigt:
2.1 Schaukelt das nicht? Wackelt/schwappt das sehr? Wird man denn seekrank?
Das Hausboot schaukelt fast gar nicht. Wenn es ankert, treibt es ein bisschen, aber wir haben das kaum gemerkt. Wir sind aber auch nicht empfindlich. Einzig auf den großen Seen oder wenn ein Motorboot zu schnell vorbei heizt, kann es mal ein bisschen wackeln.
Auch den Fuß vom Boot wieder auf festes Hafengelände zu setzen war nicht komisch.
2.2 Kann man das Boot abschließen?
Ja logi, die Türen sind abschließbar. Die Fenster in unserem Boot waren es nicht.
2.3 Kann man das Fenster abschließen? Ist direkt dahinter Wasser?
Renates Fenster waren nicht abschließbar und ja, an allen Seiten des Bootes ist Wasser. Allerdins hatten wir vor allen Fenstern Mückengitter, die zumindest davor bewahrt haben, sich aus dem Fenster zu lehnen.
2.4 Fallen die Kindern nachts nicht ins Wasser?
Wir hatten nachts alle Türen abgeschlossen und die Fenster waren mit Mückenschutzgittern gesichert. Eine unserer Schiffsregeln war, dass die Fenster nicht allein geöffnet werden dürfen und die Kinder wussten, wo sie uns finden. Ist ja nicht so groß, das Boot, und die Kabinen lagen direkt nebeneinander.
2.5 Schlafen die Kinder (un)ruhiger oder anders als sonst?
Unsere Kinder haben phänomenal gut geschlafen. Das Einschlafen hat nach den abenteuerreichen Tagen gut geklappt und wundersamerweise haben beide die gesamte Nacht in ihrem Bett verbracht – das klappt zuhause nie. Also, wirklich NIE! Ob das nun daran liegt, dass das Boot doch (kaum merklich) in den Wellen wiegt oder sie die Nähe des Bruders im gemeinsames Bett gespürt haben, weiß ich nicht.
2.6 Gibt es eine richtige Toilette?
Ja, eine Bordtoilette mit Pumpe. Alles Abwasser und Fäkalien landen im Abwassertank, der von Zeit zu Zeit ausgepumpt werden muss.
2.7 Wie funktioniert das denn mit Frischwasser und Abwasser?
Bei der Übergabe ist das Boot mit Frischwasser gefüllt und aufgetankt. Das Frischwasser wandert nach Gebrauch in einen großen Abwassertank (beide Tanks von Renate fassten 250l), in dem auch das Spülwasser aus und der Inhalt der Toilette gesammelt werden.
Je nachdem, wie viel Wasser verbraucht wird, muss man von gelegentlich Wasser auffüllen und verbrauchtes Abpumpen. In den Marinas (im Törnplaner schauen, welche Marina welchen Service anbietet) geht das problemlos. Frischwasser wird mit Hilfe eines Wasserschlauchs aufgefüllt, meistens über einen Münzautomaten (Kleingeld einstecken!).
Abwasser und Fäkalien werden ebenfalls über einen Schlauch abgepumpt, auch das geht ganz unkompliziert und die Hafenmitarbeiter sind gerne behilflich oder beantworten Fragen.
Die Preise für das Auffüllen und Abpumpen variieren von Marina zu Marina.
2.8 Und tanken?
Renate war vollgetankt und mit drei großen Benzinkanistern ausgestattet, aus denen wir mit einem kleinen Schlauch unterwegs selbst nachtanken konnten. Am Ende der Fahrt wird nur das berechnet, was tatsächlich verfahren wurde. Wir haben für 80km etwa 50 Liter verbraucht.
2.9 Sind Hunde erlaubt?
Ja, gegen einen Aufpreis darf Hundi bei Yachtcharter Römer & Kuhnle-Tours mit.
2.10 Kann man Fahrräder mitnehmen?
Unbedingt! Wir haben in der kurzen Zeit keine gebraucht, aber gerade, wenn man länger unterwegs ist, können Räder sehr nützlich sein. Zum Beispiel, wenn man doch nochmal fix zu einem Supermarkt muss – die liegen nicht unbedingt immer direkt am Hafen.

Über das Fahren mit dem Hausboot
Wer Urlaub auf einem Hausboot macht, möchte damit natürlich auch fahren. Hier kommen ein paar Antworten dazu:
3.1 Wie legt man an?
Frontal oder seitlich. Das bekommt man bei der Einweisung erklärt. Und ein Bugstrahlruder ist dabei sehr hilfreich.
3.2 Woher wusstet ihr, wo es lang geht?
Wir hatten vorher online eine Route erstellt. Natürlich haben wir die unterwegs verworfen, weil ich mal wieder viel zu viel eingeplant hatte. Unterwegs ist dann der Törn Atlas sehr hilfreich, der gehört aber zu den Bootsunterlagen.
Die Wege sind dann durch Tonnen oder Schifffahrtszeichen ausgeschildert.
3.3 Geht man zwischendurch an Land?
Klar, wenn man möchte. Wir haben jeden Tag einen kleine Landausflug eingelegt. Das Boot muss auch am Landstrom aufgeladen werden, das kann man also gut verbinden.
3.4 Wie geht das in den Häfen? Einfach irgendwo anlegen?
Man sucht sich einfach raus, welche Orte man besichtigen oder welche Häfen man ansteuern möchte. Es gibt dann zumeist ausgeschilderte Gastplätze, an denen man tagsüber oder über Nacht liegen kann. Wenn ein Platz reserviert ist, ist das gekennzeichnet.
3.5 Was kosten die Häfen, Schleusen etc.
Das variiert natürlich von Hafen zu Hafen. Wir haben tagsüber kostenfrei gelegen und nur eine Strompauschale in Höhe von 4€ bezahlt (Marina Wolfsbruch), dann vier Stunden für 10€ inklusive Strom gelegen (Rheinsberg) und in Mirow nach Bootslänge bezahlt.
Das Schleusen ist kostenfrei.
3.6 Muss man denn anlegen? Wie lange kann man autark sein?
Mit Renate konnten wir etwa einen Tag und eine Nacht autark sein. Danach mussten wir uns in einem Hafen mit Landstrom versorgen und die Akkus, die zum Beispiel den Kühlschrank und die Bordelektronik speisen, aufladen.
3.7 Und die Schleusen?
… sind gerade am Anfang mega aufregend, aber überhaupt kein Problem und zu zweit wirklich gut händelbar. Man macht vor der Schleuse fest und wartet darauf, einfahren zu dürfen. Dann wird langsam eingefahren, möglichst nah zum Vordermann wird das Boot dann vorne und hinten mit Seilen gehalten (nicht festbinden!!), damit es während des Schleusengangs nicht hin und her driftet. Danach werden die Seile wieder eingeholt und die Fahrt geht weiter.
Die SchleusenwärterInnen sind sehr nett und hilfsbereit und stehen mit Rat, Tat, einem freundlichen Ohr, einem hilfreichen Wort und einem Späßchen auf den Lippen zur Seite.
3.8 Kann man vom Boot aus baden?
Oh ja, und es ist toll! Es gibt eine Badeleiter oder man springt einfach rein – göttlich! (Idealerweise hat man das Boot vorher festgemacht oder den Anker geworfen, ist klar, ne?)

Die Route mit dem Hausboot
Wir sind auf unserer Miniurlaub auf Renate von der Müritz bis nach Rheinsberg gefahren. Dazu wolltet ihr wissen:
4.1 Wo seid/wart ihr genau?
Wir sind im Hafendorf Müritz gestartet und dann durch die Kleine Müritz und den Sumpfsee zum Mirower Kanal gefahren. Von dort ging es weiter durch den Zotzensee und Mössensee in den Vilzsee bis zur Schleuse Diemitz. Der Müritz-Havel-Kanal führt dann weiter durch den Labusseen den Canower See und den Kleinen Pälitzsee in den Hüttenkanal und zur Schleuse Wolfsbruch. Dort beginnen die Rheinsberger Gewässer. Durch den Tietzowse , den Jagowkanal und den Schlabornsee gelangten wie dann zum Bikowsee, wo wir die Nacht verbrachten.
Am nächsten Tag fuhren wir durch den Repenter Kanal weiter südlich zum Rheinsberger See und weiter in den Grienericksee, wo wir am Schloss Rheinsberg anlegten. In nördlicher Richtung ging es dann zurück und wir ankerten über Nacht im Zootzensee.
Am dritten Tag ging es den ganzen Weg zurück bis nach Mirow. Dort machten wir eine Pause und fuhren nach weiter zurück Richtung Müritz, wo wir vor einer Insel in der Kleinen Müritz die letzte Nacht verbrachten. Dann ging es zurück in die Marina Claassee und das Hafendorf Müritz.
4.2 Wie lange seid ihr unterwegs?
Wir hatten das Boot von Samstag (etwa 17:30 Uhr waren alle Einweisungen und die Übergabe fertig) und haben es am Mittwochmorgen um 8:30 Uhr zurück gegeben.
Noch schöner ist es, glaube ich, wenn man eine Woche Zeit hat. Man muss ja schließlich auch noch ohne Zeitdruck herumsitzen und ausgedehnt Baden oder aufs Wasser starren können.
4.3 Gibt es ein Navi oder eine vorgegebene Route / one way?
Man kann die Route online planen, es gibt aber auch einen Törn Atlas, der zu den Bordunterlagen gehört. Außerdem hatte unser Echolot auch eine Navigierfunktion (oder andersherum).
Man kann entweder einen Rundkurs oder one way von einer Basis zur nächsten planen, beides ist möglich.
4.4 Im Fall eines Notfalles eine Funkverbindung oder sowas?
Für den Notfall bekommt man Telefonnummern, die man 24h/Tag erreichen kann. Wenn man gerade irgendwo ohne Handyempfang unterwegs ist, kann man im Notfall noch die Polizei oder Feuerwehr verständigen, das geht ja auch ohne Netzabdeckung. Idealerweise orientiert man sich an den Flusskilometern oder weiß, auf welchem See man sich befindet.
Eine Funkverbindung hatte Renate nicht.

Urlaub auf einem Hausboot, vor allem mit Kindern, war für uns eine wunderbar herrliche Erfahrung, die wir unbedingt wiederholen wollen. Falls euch die ganze Geschichte interessiert, könnt ihr sie hier nachlesen.
Sind eure Fragen beantwortet? Falls nicht, schreibt sie einfach in die Kommentare, dann nehme ich sie nachträglich noch mit auf.
Transparenz: Das Hausboot wurde uns von Kuhnle-Tours & Yachtcharter Römer mietfrei zur Verfügung gestellt. Für alle weiteren Kosten (Betriebskosten wie Benzin, Frisch- und Abwasser, Hafengebühren und Landstrom sind wir selbst aufgekommen. Dieser Beitrag wurde nicht vergütet und basiert auf unserer eigenen Erfahrung und Meinung.
Liebst,










56 Kommentare
Wir nehmen gerade auch Abschied, die sehr geliebte und für uns alle wichtige Uri ist gestorben… wir mussten schon drei Nahe und wichtige Familienmitglieder gehen lassen seit wir Kinder haben. Es war für uns irgendwie nie eine Frage ob die Mädchen mit zur Beerdigung kommen sollten. Ich glaube nämlich, dass Kinder es verkraften können, Tote zu sehen (man bedenke, wie oft Mäuse, Vögel und Bienen mit Freunde beerdigt werden…) und es andererseits ganz wichtig ist, dass auch sie die Möglichkeit haben, sich zu verabschieden (auch um den Tod des
Jeweiligen Menschen zu begreifen) wir reden vorher drüber, erzählen auch dass uns der Tod sehr traurig macht und wir bestimmt weinen müssen (meine Erfahrung ist, dass das das einzige ist was wirklich verunsichert- all die weinenden erwachsenen) und dann? Klappte jedesmal alles super. Auch die Leiche zu sehen war nie ein Problem. Sondern für unsere Mädels eher gut und Wichtig zu sehen, dass die Uri schon nicht mehr in ihrem Körper wohnt (darum sieht die so bisschen anders aus und auch bisschen gelber) sondern schon im Himmel ist und uns von dort immer sehen und hören kann.
(Und dann feian die Würmer bestimmt eine Party in der Erde weil die den ganzen Winter nicht Hunger haben müssen! Das ist doch perfekt, Mama!)
Ich glaube Heimlichkeiten und undurchsichtiges Sorgen eher für Angst und Unruhe als Klar- und Offenheit.
Viel Kraft wünsche ich euch für die Zeit!
Danke schön und danke auch, dass du eure Erfahrung hier teilst. Ich sehe das wie du und bin auch überrascht gewesen, wie selbstverständlich die Kinder mit dem Tod umgingen und umgehen. Für euch auch alles Liebe!
Dieser Beitrag zeigt gut, ob man Kinder mit zu Bestattungen nehmen sollte. Es stimmt, dass man dies tun sollte, damit man die Kinder schon mal an das Thema Tod heranführen sollte, da dieses ein essenzielles Stück des Lebens ist. Ich wurde auch als Kinder zur Beerdigung mitgenommen und ich habe damals schon verstanden, dass dies eine gute Gelegenheit ist, von ihm Abschied zu nehmen.
Meiner Mutter geht es gesundheitlich im Moment sehr schlecht, wir befürchten, dass es nicht durch den Winter schafft. Auch wir haben uns Gedanken gemacht, ob es eine gute Idee sein wird, die Kinder mit zur Bestattung zu nehmen. Es ist aber ein guter Ansatz, die Beerdigung einfach als Abschiedsfest zu benennen und gerade auch das ghanaische Verständnis von Beerdigungen gefällt mir sehr. Wir hoffen, ein für uns passendes Bestattungsunternehmen zu finden, das unseren Wünschen und Vorstellungen gerecht wird. Vielen Dank für diesen sehr intimen und persönlichen Beitrag.
Ich stimme zu, dass eigentlich die ganze Familie, die vor Ort ist, in ihrer Vollständigkeit zur Trauerfeier gehen würde. Mein Onkel möchte seinen Sohn zur Trauerfeier seines Opas mitbringen. Er denkt auch, dass zu Trauerfeiern die ganze Familie gehen soll.
Danke für den Beitrag zum Thema Bestattung. Meine Tante ist vor wenigen Tagen gestorben, die Beisetzung ist auch bald und wir überlegen, ob wir die Kinder zur Beerdigung mitnehmen sollen. Gut zu wissen, dass, wenn man das richtige Umfeld für Kinder gestaltet, sich Möglichkeiten bieten können, sie auf eine besondere Art an das Thema Tod heranzuführen. Ich denke, wir lassen sie einfach selbst entscheiden, denn Zwang und Drang bringen hier nichts.
Letztes Jahr ist auch die Tante meiner Kinder verstorben und wir haben dieselbe Sorge gehabt, ob es das Richtige sei bzw. ob es überhaupt möglich sei, die Kinder mitzunehmen. Letztendlich haben wir es doch getan und den Kindern liebevoll beigebracht, worum es geht. Ich persönlich denke, dass es vollkommen okay ist, Kinder auch zu Beerdigungen mitzunehmen und im schlimmsten Fall einfach abseits von der Trauerfeier zu beschäftigen. Vielen Dank für den persönlichen Artikel.
Dieser Beitrag zeigt gut, ob Kinder mit auf eine Beerdigung sollten oder nicht. Es stimmt, dass man sie wahrscheinlich mitnehmen sollte, da man sie so behutsam an das Thema Tod heranführen kann. Ich denke aber die allgemeine Todesursache und die Umstände sollten dabei auch bedacht werden.
Ich finde es bei einer Beerdigung auch wichtig, dass alle Anwesenden sich in Ruhe von Hannelore verabschieden und trauern könnten und dabei nicht durch Kindergetobe gestört oder sogar davon abgehalten würden. Mein Onkel war neulich bei der Beerdigung seines Vaters. Er hat sich auch gefreut, dass da keine Kinder anwesend waren, die durch Kindergetobe die Trauergäste gestört hätten.
Ich finde es interessant, wie unterschiedlich Bestattungen stattfinden. Besonders das Beispiel, dass in Ghana nicht nur der Tod des Verstorbenen beweint, sondern vor allem sein Leben gefeiert wird und Kinder deswegen mitkommen sollten. Ich denke aber, ob Kinder auf eine Bestattung mitkommen sollten, muss jeder für sich entscheiden.
Bei einer Beerdigung ist es mir auch wichtig, dass ich nicht durch Kindergetobe gestört oder sogar davon abgehalten werde. Ich sehe deshalb Kinder ungerne bei Beerdigungen. Meine eigenen Kinder würde ich eines Tages auch nicht zu Beerdigungen mitbringen, bevor sie aufgewachsen sind.
Auch meine Geschwister und ich hatten als Kind den Wunsch, uns von unserem Großvater bei seiner Bestattung zu verabschieden. In jedem Fall kann ich auch die Ansicht von manchen Eltern nachvollziehen, die nicht möchten, dass ihre Kinder eine Bestattung miterleben. Doch ich persönlich bin sehr froh, dass uns unsere Eltern damals die Möglichkeit gaben, angemessen Abschied zu nehmen.
Vielen Dank für deinen Beitrag! Das ist auch ein Thema, was mich als Mutter sehr beschäftigt. Als die Oma meiner Tochter starb, war sie immerhin noch sehr jung und da verschlief sie den größten Teil des Trauerprozesses. Allerdings geht es ihrem Opa inzwischen auch nicht mehr allzu gut. Ich habe mich oft gefragt, wie ich das bei ihr mit Beerdigungen handhaben soll, aber es ist schön zu lesen, dass Kinder da noch nicht den Bezug zu haben.
Danke für diesen Artikel zu Kindern bei Bestattungen. Es stimmt, dass es gut sein kann, wenn man sie mitnimmt, da sie so an das Thema Tod herangeführt werden. Ich plane auch gerade die Beerdigung meiner Tante und werde sicherlich meinen Sohn auch mitnehmen.
Ich gehe am Wochenende auch auf eine Bestattung und habe mich gefragt, ob ich meine Kinder mitnehmen soll. Umso besser ist es für mich zu lesen, dass die Kinder in diesem Fall in ihren Wünschen sehr klar waren und sie sich auf jeden Fall noch mal verabschieden wollten. Ich werde einfach noch mal mit meinen Kindern reden.
Bei uns steht in der Familie eine Beerdigung an. Nun überlege ich, ob man da Kinder mitnehmen könnte. Gut zu wissen, dass das möglich ist, wenn Spielmöglichkeiten vorliegen.
Das ist eine sehr gute Frage, ob Kinder mit auf die Bestattung dürfen. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht so der geeignetste Platz für Kinder ist. Aber es ist meiner Meinung nach gut, Kinder schon damit vertraut zu machen, damit sie früh lernen können.
Ich glaube, das lässt sich tatsächlich nicht pauschalisieren, aber Eltern kennen ihre Kinder ja gut uns wissen, ob und was sie ihnen zutrauen können. Für uns war es genau der richtige Weg. 🙂
Ich kann auf Erfahrung bestätigen, dass Kinder eher unbedarft an den Tod herangehen. Der Vater meines Stiefbruders ist leider verstorben und ich erkundige mich deswegen aktuell näher zum Thema Tod. Für eine schöne Beerdigung wenden wir uns heute an einen erfahrenen Bestatter.
Es klingt so, als ob es tatsächlich sogar wichtig wäre, dass Kinder mit auf eine Beerdigung gehen. Vielleicht kann man die Kinder sogar mit in den Prozess des Organisierens mit dem Bestattungsunternehmen mit rein nehmen. So zeigt man, dass sie wichtig sind und ihre Meinung zählt.
Vielen Dank für den Bericht! Leider gab es einen Todesfall bei mir in der Familie und meine Tochter ist in einem sehr trotzigen Alter. Daher mache ich mir viele Gedanken, ob ich sie mitnehmen soll. Es ist gut zu wissen, dass ihr die Mitnahme nicht bereut habt – das macht mir Hoffnung, dass es bei uns auch klappen könnte.
Vielen Dank, dass ihr eure Erfahrung zu einer Beerdigung mit Kindern so offen und detailliert erzählt habt. Ich kann die Sorgen, die man als Eltern hat, auf jeden Fall nachvollziehen. Ich kann mich aber immer noch daran erinnern, als meine Oma starb und meine Mutter mich nicht zur Beerdigung brachte, weil ich noch ein Kind war. Irgendwie hat das bei mir ein negatives Zeichen hinterlassen. Ich glaube, dass Offenheit mit Kindern immer die bessere Wahl ist.
Es ist natürlich nicht leicht zu entscheiden, ob Kinder mit auf die Beerdigung dürfen. Mich überrascht aber nicht, dass die Kinder die Verstorbene nochmal sehen und sich verabschieden wollten. Ich habe meinen Vater schon früh verloren und wir sind damals vor der Beerdigung in das Bestattungsinstitut, dass wir uns in Ruhe verabschieden konnten.
Das ist eine ziemlich wichtige Frage für uns. In meiner Familie gab es ebenfalls einen Todesfall und wir sind am überlegen, ob es das beste ist, wenn die Kinder bei der Trauerfeier dabei sein sollten, die wir noch planen müssen. Dafür suchen wir uns definitiv noch ein passendes Bestattungsinstitut.
Ich glaube auch, dass die Eltern am besten entscheiden können, ob Kinder bei einer Beerdigung dabei sein dürfen. Wenn sie noch sehr klein sind, hat es vielleicht keinen Wert für das Kind. Zumindest können sie zu wertvollen Erinnerungen werden.
Ich verstehe, dass ihr nicht sicher wart, eure Jungs nicht auf die Bestattung mitzunehmen. Als mein Opa damals bestattet wurde, war ich nicht dabei. Meine Eltern wollten das nicht. Das finde ich allerdings sehr schade im Nachhinein.
Wir nehmen unsere Kinder immer mit auf Beerdigungen. Ich glaube, dass Kinder mehr verarbeiten können, als wir ihnen zutrauen. Wenn man sich unsicher ist, kann man ja mit einem Bestatter darüber sprechen.
Ich empfinde die ghanaische Auffassung einer Bestattung als sehr schön. Wenn es die Möglichkeit gibt einen Tod anders als nur mit Trauer zu betrachten, sollte man dies tun. Wenn ich einmal sterbe, wünsche ich mir das die Menschen mein Leben mit Freude feiern können.
Das ist eine legitime Frage. Meistens haben Kinder ja noch nicht so ein Verständnis dafür. Am besten fragt man nochmal den Bestatter vor Ort.
Mein Onkel ist derzeit auf der Suche nach einem professionellen Bestatter. Dabei ist es gut zu wissen, ob es empfehlenswert ist oder nicht, Kinder mit auf eine Beerdigung zu nehmen. Ich hoffe, dass er einen passenden Anbieter finden wird.
Ich finde den Ansatz der Ghanaer schön, das Leben des Verstorbenen zu feiern. Ich frage mich, ob Bestatter hierzulande auch die Möglichkeiten einer solchen bunten und lauten Feier bieten würden. Bei uns kennt man diese Art der Zelebrierung ja eher weniger.
Danke für den Artikel! Bei mir stehen bald zwei Bestattungen an. Daher ist es interessant zu lesen, wie du das Thema mit deinen Kindern gehandhabt hast. Da meine allerdings im Gegensatz zu deinen nicht erst mitkommen wollen, hat sich das Thema für mich wohl erledigt.
Es ist gut zu wissen, dass Kinder auch gut mit dem Tod umgehen können. Bei uns in der Familie hat sich ein Trauerfall ereignet, sie hatte sich eine Naturbestattung gewünscht, zu welcher wir die Kinder auch mitnehmen werden. So lernen sie auch einen guten Umgang mit dem Ableben.
Mich hat es schon immer beschäftigt, wie schwermütig solche Momente in unserer Kultur gestaltet sind. Es gibt aber auch Baumbestattungen, mit denen man den Tod eines Nächsten mit dem Anfang neuen Lebens verbinden kann. Ich finde es immer wieder schön, zu sehen, dass die Bestattung bzw. die Abschiedsfeier, wie ihr so schön schreibt, in anderen Kulturen – wie bei eurer ghanaischen Bekannten – eher dazu dient, das vergangene Leben zu feiern, als das Ableben zu beweinen.
Vielen Dank für diesen Beitrag zum Thema Beerdigungen. Ich finde die Idee schön, Kinder mit auf die Beerdigung zu nehmen. Ich würde meinen Kindern, nach dem Tod ihres Großvaters, es niemals ihm die letzte Ehre zu erweisen. Ein erfahrener Bestatter hat mir das selbe geraten.
Unsere Großtante ist auch sehr unerwartet von uns gegangen. Das ist sehr traurig und ich finde es wichtig, dass jedes Familienmitglied Abschied nehmen kann. Sie hat sich eine Feuerbestattung gewünscht und diesen Wunsch haben wir ihr natürlich erfüllt. Die Urne ist nun an einem geeigneten Platz.
Vielen Dank für diesen Beitrag zum Thema Kinder auf einer Beerdigung. Ein Freund unserer Familie ist erst kürzlich in einem Autounfall um sein Leben gekommen. Ich würde gerne meine Söhne mit auf die Beerdigung nehmen, da sie ihn auch kannten. Gut zu wissen, dass die Kinder damit auch besser mit seinem Tod umgehen können. Unser Bestattungsunternehmen hatte auch bereits das Mitbringen der Kinder empfohlen.
Das ist ein wunderschöner Beitrag zum Thema. Ich fände es auch wichtig, dass meine Kinder erfahren was eine Trauerfeier ist. Kinder können oft mehr verstehen und verarbeiten als wir denken.
Interessant, dass ihr den Kindern ermöglicht habt die Verstorbene noch einmal zu sehen. Ich hoffe, dass sie das gut verkraftet haben. Ich weiß nicht, wie ich das handhaben würde. Ein Freund von mir ist Bestatter, ich werde ihn mal fragen, was er davon hält.
Ich habe zwei Töchter. Da habe ich auch jeden zuerst gefragt, ob man sie nach der Beerdigung wieder abholen kann. Letztendlich haben wir sie aber mit auf die Beerdigung genommen.
Interessant, dass in Ghana bei einer Bestattung vor allem das Leben gefeiert wird.
Ich suche aktuell auch noch eine Firma für eine Bestattung.
Wir müssen leider eine Bestattung organisieren. Wir haben auch noch fünf Enkelkinder in der Familie. Gut zu wissen, dass auch diese mit auf eine Beerdigung gehen dürfen.
Vielen Dank für diesen Beitrag zum Thema Bestattung. Gut zu wissen, dass man Kinder mit auf eine Beerdigung nehmen darf. Mein Vater hat sich eine günstige Baumbestattung gewünscht und wir werden ihm den Wunsch erfüllen.
Unsere Uroma ist vor kurzem gestorben, weshalb wir ein professionelles Bestattungsunternehmen beauftragt haben, um die Bestattung zu planen. Jetzt ist die Frage, ob wir noch die Kinder mitnehmen. Sie hatten nicht unbedingt einen Bezug mit ihr. Was meinen Sie?
Liebe Lena, ich fürchte, das kann man so pauschal nicht sagen. Wir haben unsere Jungs schon mitgenommen, wie beschrieben, waren danach aber auch schon ohne sie bei Trauerfeiern. Ich denke, du kennst deine Kids am besten und wirst wissen, ob sie dabei sein sollten oder eher nicht.
Alles Liebe für dich und deine Familie!
Judith
Wir müssen auch eine Bestattung planen. Wir haben auch zwei kleine Kinder in der Familie. Schön zu wissen, dass man sei auf die Beerdigung mitnehmen kann, wenn man es ihnen auch erklärt.
Wir müssen leider eine Trauerfeier organisieren. Wir wissen auch nicht, ob wir unsere Kinder mitnehmen sollten oder nicht. Der Beitrag hat geholfen mit unseren Sorgen umzugehen. Danke dafür.
Meine Oma ist verstorben und ich überlege auch schon, wie wir das mit unseren Kindern machen. Es ist sehr interessant zu lesen, dass in anderen Ländern Kinder sogar ein wichtiger Teil sind. So ist nämlich auch mein Bauchgefühl. Ich begleite meine Mutter zur Beratung für Bestattungen und werde das auch vor Ort mal ansprechen. Vielen Dank für die Darstellung, das hat mir sehr geholfen.
Wir sind leider auch bald auf einer Beerdigung und sind noch unentschlossen, ob wir unsere Kinder mitnehmen sollten oder nicht. Der Artikel hat auf jeden Fall geholfen. Danke für diesen Einblick. Ich glaube, dass die Familie sowieso noch auf der Suche nach einem geeigneten Bestatter ist, daher haben wir noch ein wenig Zeit.
Ich finde, wenn man die Kinder beim Erstellen des Testaments im Kopf hatte, sollten sie ebenso bei der Beerdigung dabei sein! Es mag sein, dass sie es zu dem Zeitpunkt nicht verstehen, jedoch werden sie im Verlauf ihres Lebens daran zurückdenken und sich bedanken! Am Nachmittag das Spielen der Kinder zu hören, hilft meiner Meinung nach, die Trauer zu verarbeiten.
Mir gefällt dieser Erfahrungsbericht gut, und ich stimme zu, dass es eine gute Idee ist, Kinder auf eine Beerdigung mitzunehmen. Als Kind wurde ich auch auf die Beerdigung meines Großvaters mitgenommen, was mir die Möglichkeit gab, von ihm wirklich Abschied zu nehmen. Dabei hatten wir auch ein besonders gutes Bestattungsunternehmen beauftragt, das die Bestattung familienfreundlich gestaltet hat. Für die bevorstehende Beerdigung meiner Tante möchte ich auch ein ähnliches Bestattungsunternehmen finden.
Wir haben auch eine Weile überlegt, ob wir unsere Kinder mitnehmen. Allerdings hat unser Bestattungsunternehmen schon eine Menge Erfahrung mit Kindern. Es lief alles auch echt gut und es wurde auch niemand durch Kindergetobe gestört.
Wir gehen nächste Woche auf eine Waldbestattung. Wir haben uns auch gefragt, ob die Kinder hier mitkommen dürfen. Ich denke, dass der Beitrag gute Argument dafür lieft und wir die Kinder mitnehmen.
Klar könne Kinder manchmal etwas chaotisch sein, aber sie haben auch den Abschied verdient. Und wenn das Beerdigungsinstitut hier eine gute Planung hat, dann kann auch nichts schiefgehen. Wir haben da auf jeden Fall gute Erfahrungen gemacht.
Bei uns war es so, dass nur Kinder, die viel Kontakt zur verstorbenen hatten mitgekommen sind. So konnte die Beerdigung auch ohne Störungen ablaufen. Sie gänzlich auszuschließen, wäre in meinen Augen falsch gewesen.
Die Idee, dass Trauernde eine Urne selbst bemalen, hat mich tief berührt. Ich habe dies bei einer Familie ausprobiert, die ihre Großmutter verloren hatte. Es war erstaunlich zu sehen, wie die schlichte Holzurne durch die gemeinsame kreative Gestaltung zu einem einzigartigen Symbol des Gedenkens wurde. Jeder Strich und jedes Bild auf der Urne erzählte eine Geschichte und brachte die Familie zusammen. Diese Methode ermöglichte es den Hinterbliebenen, ihre Gefühle auf eine sehr persönliche und bedeutungsvolle Weise auszudrücken. Ich bin überzeugt, dass dies den Trauerprozess auf eine positive Art und Weise unterstützt und werde es weiterhin in meiner Arbeit anbieten.