Montag, 20. Februar 2012

Was mit Katzen.

Böse Zungen behaupten, ich hätte mir die Katzen nur zugelegt, weil ich ja sonst nicht mehr viel zu erzählen hätte. Abgesehen davon, dass diese Leute völlig Recht haben, geschah es jedoch aus einem ganz anderen Grund. Mir war nämlich aufgefallen, dass diese felinen Wesen rund 7/8 des gesamten Contents im Internet für sich beanspruchen - lapidar abgetan und zusammengefasst unter dem Decknamen Cat Content - und ich wollte wissen, was es damit auf sich hat und mit welcher Berechtigung sie das tun. 

Montag, 12. Dezember 2011

In einem Zug nach Nirgendwo.

Montagnachmittag im Dezember. IC 1078, Wagen 7, Platz 101 am Fenster. Trübgrüne Landschaften, dumpfe Nebelschwaden, graue Vorstädte, Wiesen. Dunkelschwarze Gewitterwolken und gleichgültiger Regen.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Was bedeutet Glück?

„Was bedeutet Glück?“ steht da vor mir in gelben Buchstaben vor mir auf dem nassen Asphalt. „Was bedeutet Glück?“ frage ich mich kurz, obwohl ich eigentlich gar keine Zeit habe, immer schnell, schnell von einem Termin zum nächsten haste und nicht verschnaufe, um mich auch mal an den kleinen Dingen zu erfreuen.

 „Was bedeutet Glück?“

Donnerstag, 23. Juni 2011

Mein Berlin ist anders.

Knallenge Röhrenjeans und verwaschene T-Shirts mit V-Ausschnitt, weiße Feinripphemden und Hornbrillen vom Flohmarkt, verranzte Jutebeutel und bloß keine Chucks mehr. Untergrundige Partys in stillgelegten U-Bahnschächten, Tatort-Events auf Dachterrassen, Zuhause unzähliger Schwaben und Eifeler. Rast- und ruhelose Dauerbaustelle, unbedingtes Sehen und Gesehen werden, Schnauz- oder Dreitagebärte an Jungs, die viel zu jung für Schnauz- oder Dreitagebärte sind, Wodka Mate und Aperol Spritz. Brakeless Fixies oder klapprige Diamant-Räder. Einheitliche Individualität oder individuelle Einheitlichkeit. Minztee trinkende Mütter mit Ray Ban Sonnenbrillen und Hesba Kinderwagen. Fashionblogs und Nachwuchslabels. Pepe oder American Spirit Tabak, Helvetica statt Arial, Apfel statt Fenster, Sternburg statt Becks. Mauerpark Karaoke, Diana F und (original) Polaroid. Orte und Attribute, die mit Berlin verwachsen sind. Die mit dem heutigen Berlin verwachsen sind. Die Berlin inzwischen prägen wie der Stempel die Münze.

Mein Berlin ist anders.

Dienstag, 15. März 2011

Judetta aus der Kiste.

Auf einmal ist er da, der Tag, an dem der neue Mietvertrag in den Briefkasten flattert. Lange gesucht (oder Glück gehabt), viele Wohnungen besichtigt (oder Glück gehabt), viele Absagen bekommen und (oder endlich) Glück gehabt. 

Nach unzähligen Vorführungen der eigenen Wohnung ist letztendlich auch ein Nachmieter gefunden, eine Tatsache, die allein mehr als genug Absurditäten für eine eigene Geschichte beinhaltet. 

Jedenfalls ist es endlich soweit, sämtliche Besitztümer und Habseligkeiten können sorgsam in Zeitungspapier gewickelt und in Kisten verpackt werden. Kleiderschränke sind ausgemistet, alte Lieblingsschuhe für den letzen Weg zum Altkleider-Container zu Paaren geschnürt, Bücher sortiert und die Unterlagen, die in den letzen Monaten unachtsam in Kartons gelandet sind, vernünftig und ganz erwachsen in Ordner abgelegt. Noch sieben Tage bis Umzug. Das große Packen kann beginnen.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Wer ich eigentlich bin.

Ich bin 29 Jahre und 341 Tage alt, messe ca. 1,67 und wiege auch was. Ich habe hellbraune (bzw., wenn man der Friseurin glauben darf, asch-bis dunkelblonde schulterlange Haare, die ich meistens in einen Zopf knautsche, und je nach Lichteinfall grün-braune Augen. Je nachdem, wo ich einkaufe, schwankt meine Kleidergröße zwischen 36 (guter Laden, sollte öfter dort kaufen!) und 42 (eher nicht so gut und bisweilen sogar deprimierend). Ich trage Schuhgröße 38 ("vernünftige Schuhe") oder 39 (Sneaker, Stiefel) und habe zwei unterschiedlich große Füße: der linke ist eine ganze Nummer kleiner als der rechte, woran ich mich aber mittlerweile gewöhnt habe. Wenn ich mal wieder genau zwischen zwei Größen liege, entscheide ich mich inzwischen lieber für das größere Paar, weil ich nach diversen zu kleinen Schuhen einfach keine Lust mehr habe, schmerzenden Fußes durch die Gegend zu hopsen.