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Um Antwort wird gebeten.

Von unten nach oben. 

Sehr verehrter Fitzgraemald,
hallo Kevinfried,

Sie sind immer so charmant, Sie Arsch! Und: Sie müssen verrückt sein. Und ich erst. Da das aber weder Sie noch mich zu stören scheint, werde ich davon absehen, hier näher darauf einzugehen oder mir auch nur ansatzweise Gedanken darüber zu machen. Wäre vermutlich die Energie auch gar nicht wert, die dadurch verschwendet würde.


Dennoch, wissen Sie was? Im Grunde möchte ich rein gar nichts von Ihnen wissen, ich hätte eigentlich nicht mal wissen gewollt, dass es Sie überhaupt gibt. Da ich aber auch keine Lust habe, mich darüber zu echauffieren, und sehr beschäftigt damit bin, Löcher in die Luft zu starren, gaukle ich Ihnen einfach weiterhin Nettigkeiten vor. (Obacht, das ist ja fast schon metaphös, fast wie im richtigen Leben.)

Dabei fällt mir ein: Sollte es tatsächlich Damen geben, die mit Ihnen liebesspielen möchten, wäre es überaus reizend von Ihnen, mich nicht mit denen in einen Topf zu werfen - wenn ich überhaupt etwas mit Ihnen spielen wollte, dann ausschließlich Verstecken - Sie würden sich ein gutes Versteck ausdenken, und ich würde nie damit beginnen, nach Ihnen zu suchen.

Aber zurück zum Wesentlichen. Sie besitzen tatsächlich die Unverfrorenheit, mich zu fragen, ob ich gleichzeitig mit Ihnen in einem Raum, sogar auf einer Bühne sein möchte? Weil Ihre Stimme zu fipsig ist? Mmh, dummerweise habe ich gerade ein bisschen Kreide genascht, damit muss die testosteronide Rolle leider ausfallen. Da dies aber eine gute Möglichkeit sein könnte, Sie in die Bredouille zu bringen, bin ich zugegebenermaßen gar nicht so uninteressiert daran, wie ich gerade tue. Was hätten Sie denn noch  so in petto? (Selbstverständlich müsste für die lächerlich geringe Chance, dass ich tatsächlich an Ihrer Seite stehe, gewährt werden, dass Sie eine Zwangsjacke tragen. Würde inhaltlich eigentlich auch ganz gut zu Ihrem Buch passen, wäre daher also gar nicht so abstrus. Denken Sie mal drüber nach.)

Ich freue mich auf Ihre Antwort
und verbleibe mit einem inbrünstigen 'NakNak',
Ihr Schnatterinchen


Sehr geehrte Judätza,

wundern Sie sich bitte nicht, dass ich in meinen Mails an Sie auf keine Ihrer Fragen eingehe. Ich lese Ihre Briefe so gut wie nicht. Da mir aber immer recht viele Fragezeichen ins Auge springen, habe ich das ungute Gefühl, Sie möchten gerne das ein oder andere von mir wissen. Das kann ich gut verstehen, ich bin ein tollkühner Mensch und bestimmt haben Sie einen Narren an mir gefressen. Das kommt oft vor. Viele Frauen möchten gerne mit mir liebesspielen, Sie bilden da bestimmt keine Ausnahme. Schließlich sind Sie nichts Besonderes.

Bitte haben Sie Verständnis, wenn ich auch Ihre zukünftigen Zeilen ignoriere. Ich biete Ihnen aber in meiner Großherzigkeit an, dass mein Diener Kevinfried für mich mit Ihnen kommuniziert. Er erledigt sowieso alles für mich. Auch diese Zeilen stammen von ihm.

Sollte Ihnen das nicht recht sein, beantworten Sie mir bitte eine Frage: Würden Sie mir bei meiner Lesung am 16.12. in der Yuma Bar Berlin zur Seite stehen und die Rolle eines Mannes übernehmen? Ich kann diesen Part leider nicht selbst lesen, weil meine Stimme zu hoch ist und ich zum unkontrollierten Bellen neige.

Falls Sie mehr wissen möchten, schauen Sie doch einmal hier:

http://www.benefitz.de/?p=2342

Falls Sie weniger wissen wollen, auch. Die Ankündigung eignet sich optimal dazu, Sie zu verwirren. Bitte überlesen Sie unbedingt alle Buchstaben e. Sonst werden Sie eine Ente.

Ich würde mich freuen, Sie auf der Bühne an meiner Seite zu begrabschen. Sollten Sie noch Fragen haben, stellen Sie sich nicht. Wie gesagt: Ich lese Ihre Mails nicht.

Halten Sie doch das Maul,

Ihr Vergraemer


Mein lieber Scholli,

es ist soweit - beinahe freue ich mich ein bisschen über Ihre Antwort. Selbstverständlich würde ich das nie öffentlich (und schon gar nicht Ihnen gegenüber) äußern, denn nichts läge mir ferner, als Ihnen ein gutes Gefühl zu vermitteln oder Ihren schlechten Ruf durch die Bekundung meiner Sympathie zu ruinieren. Aber genug der fingierten Freundlichkeit - was denken Sie sich eigentlich? Dass Sie hier ein paar halbgare Schmeicheleien loslassen und mich somit dazu bringen können, mich Hals über Kopf... auf's Telefon zu stürzen, um Ihnen eine Pizza zu bestellen? So nicht, Sportsfreund, und schon gar nicht Salami. Bitte sehen Sie auch davon ab, dem Pizzaboten zu nahe zu trehen - der arme Tropf kann nun wirklich nichts für Ihre soziale Inkompetenz und sollte sie auch nicht ausbaden müssen.

Bezugnehmend auf das nun nicht mehr benötigte Megafon möchte ich Ihnen einen gutgemeinten Rat geben: Gegenstände solcher Art eignen sich hervorragend als dekorativer Kopfschmuck. Das Aufsetzen des Sprachhörnchens brächte sogar zwei Vorteile mit sich: Sie hätten zum einen weiterhin Verwendung für die ausgediente Gerätschaft, und zweitens würde der Welt erfreulicherweise Ihre Visage erspart bleiben. Übrigens könnten Sie so auch unbekümmert das Haus verlassen und sich ganz langsam daran gewöhnen, unter Menschen zu sein - Sie würden nicht erkannt werden und jedes halbwegs vernünftige Wesen, welches im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist, würde es nicht wagen, einen offensichtlich Irren mit einem Megafon auf dem Kopf anzuprechen - Sie hätten also vorraussichtlich Ihre Ruhe und könnten selbst entscheiden, wann für Sie die Zeit für soziale Interaktionen gekommen ist.

Was die angekündigten Bilder Ihrer Zitzen betrifft, wäre es toll, wenn Sie wie immer nur heiße Luft spucken würden und ich davon verschont bliebe, dieses prekäre Bildmaterial sichten zu müssen. Mir ist nämlich in Anbetracht der Tatsache, von Ihnen in einen Briefwechsel verwickelt worden zu sein, schon schlecht genug. Dennoch vielen Dank für diese wirklich reizende Offerte.

Ach, eins noch: Bitte unterlassen Sie endlich dieses Bienen-Genenne, ich bin weder flott noch gestreift und schon gar nicht im Besitz eines eigenen Stachels. Sollten Sie sich nicht daran halten, sehe ich mich gezwungen, rechtliche Schritte in die Wege zu leiten.

Hochachtungsvoll geheuchelte Grüße,
Ihre Judetta


Sehr geehrte Dingsetta,

oh, Sie haben meinen kleinen Brief auf Ihrem Blog veröffentlicht. Gerne wäre ich deshalb rasend vor Zorn, weil sich das ja angeblich so gehört, aber vielmehr bin ich überglücklich. Ihre Enthüllung ist mir eine große Hilfe. Ich habe nie in meinem Leben irgendetwas geheim gehalten, im Gegenteil, ich habe sogar alles hinaus posaunt, ob es der Wahrheit entsprach oder nicht, spielte keine Rolle. Auch aus mir selbst und meinem Herzen habe ich keine Mördergrube gemacht. Um ehrlich zu sein, hatte ich bereits überlegt, wie ich der Welt mitteilen könnte, dass ich Sie für eine flotte Biene halte. Das Megafon, mit dem ich durch die Straßen ziehen wollte und in das ich"Judetta ist anscheinend eine flotte Biene und ich spitz wie Nachbars Lumpi" brüllen wollte, liegt bereits neben mir, aber das benötige ich nun nicht mehr. Das Internet ist schon eine tolle Sache. Gibt's da eigentlich auch schweinische Bilder von Ihnen? Von mir schon. Soll ich sie Ihnen mal senden? Oder haben Sie schon selbst danach gegoogelt und erfreuen sich nun an meinen Brustzitzen, Sie kleines, wildes Ding, Sie?

Was ich noch fragen wollte: Haben Sie Lust, mir mal eine Pizza Salami über den Pizza-Dienst zu schicken? Die esse ich dann auf Ihr Wohl. Ich werde dem Pizzaboten auch nicht schon beim ersten Mal körperlich näher kommen. So einer bin ich nicht. Erst bei seinem dritten Besuch werde ich den Arm um ihn legen und versuchen, ihn zu küssen.

Mit freundlichen Grüßen
Vergraemer



Sehr geehrter Lumpi,

vielen Dank für Ihre Mail und Ihr Interesse an meiner Person, man könnte fast meinen, (würde man mich nicht besser kennen,) dass ich mich geschmeichelt fühle. Tue ich aber nicht, denn dieser Schrieb ist ja wohl das Ausmaß an Frechheit und Ungezogenheittum, da verschlägt es mir glatt die Sprache.

Dennoch, aus reiner Neugier komme ich nicht umhin, Ihnen die Frage zu stellen, wie Sie denn genau gedenken, sich königlich mit mir zu amüsieren – beim gemeinsamen Ansehen einer Folge Frauentausch? Mitten im Leben? Zwei bei Kallwass? Allerdings ist mir durchaus auch ein bisschen unwohl, wenn ich an die von Ihnen angekündigten „Kracher“ denke – was führen Sie denn hier nun wieder im Schilde? Es wäre schön, würden Sie mich diesbezüglich aufklären.

Bitte sorgen Sie sich nicht, bei der Anbahnung des Erstkontaktes unbeholfen oder in anderer Weise negativ auf mich gewirkt zu haben – erstens war das gar kein Erstkontakt, Sie belästigen mich doch schon länger in den Weiten des Internets und stellen mir nach, und zweitens haben Sie nicht in anderer Weise negativ gewirkt, sondern in ausnahmslos jeder. 

Abschließend möchte ich Sie noch höflichst bitten, mir nachzusehen, dass ich Ihnen aus Gründen weder diskret antworten kann, noch unter Ihrem Balkon singen werde – denn von uns beiden sehe ich eigentlich eher mich hier in der Rapunzel-Rolle, was allerdings auch bedeuten würde, dass ich Ihnen gerne Haare auf den Kopf werfe, sollten Sie irgendwann mal unter meinem Balkon auftauchen. 

Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe mit angeekelten Grüßen,
Ihre Judetta

Ps: Auch ich habe den Versuch gewagt, mir einen oberflächlichen Eindruck Ihres Äußeren zu verschaffen. Glauben Sie wirklich, dass ich auf ein freundlich grinsendes Affenantlitz reinfalle? Tze.


Very geehrte Frau Judetta,

mit Interesse und Geilheit habe ich Ihr Foto auf Twitter gesehen und festgestellt, dass Sie ganz mein Typ sind. Sie sind wirklich eine flotte Biene und ich hätte gut Lust, Sie einmal zu treffen. Ich nehme seit einigen Jahren nicht mehr am sozialen Leben teil, weil ständig etwas Gutes im Fernsehen kommt, dennoch glaube ich, wir werden uns königlich amüsieren. 

Ich habe ein paar tolle Kracher auf Lager, Sie werden sich wundern. Nun hoffe ich, dass ich bei der Anbahnung des Erstkontakts nicht unbeholfen oder auf andere Weise negativ auf Sie gewirkt habe und würde mich freuen, wenn Sie mich mit einer E-Mail angraben. Wahlweise können Sie mir auch ein Ständchen unter dem Balkon singen, aber bitte nicht während der Mittagsruhe von 12 bis 15 Uhr.


Ich harre der Dinge und bin zugegeben spitz wie Nachbars Lumpi
 

 

Kommentare

  1. Ist Mittagsruhe nicht erst ab 13 Uhr? Der hat ja überhaupt keine Ahnung! :D

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  2. Der Typ hat echt ne Macke, solche Zeitgenossen kannst du mit ruhigem Gewissen an der Pranger stellen!
    Soll schön weiter an sich selbst rumgraben und sich den Fernseher unter den Balkon stellen, wenn der Lumpi zur Mittagszeit stehen soll :D

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  3. Ach, Lumpis die bellen, beißen nicht. Und wenn er doch ansetzt, einfach an der richtigen Stelle kraulen und er wird schnell zutraulich.

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  4. Ein Mensch, der solche gefühlvollen Briefe schreibt, muss etwas ganz Besonderes sein.

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  5. Ich finde das eigentlich ganz nett. Zumindest hat der "Hund" Humor.

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  6. Zauberhaft. Auch Ihre Reaktion. Einfach alles. Aber heimlich haben Sie den Angrabeversuch dann doch über Ihr Bett gehangen, stimmt's?

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  7. der typ hat auf jeden fall den zug nicht gehört, es kommt schon seit jahren nichts gutes im tv. ich wäre aber auf die "kracher" eines typen der sich separiert und anachronismen wie "biene" benutzt, sehr gespannt.

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  8. LOL...gut geschrieben...also die Antwort ;-)

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  9. Auch ohne Kenntnis der Vorgeschichte muss ich sagen: Leider hat er den angepeilten Witz mittels Einfügen von Sauereien völlig überrissen.

    Deine Antwort war umso besser!

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  10. @Kaal Weißte, manche Menschen möchte man lieber gar nicht erst kraulen müssen..

    @Fitz Meinen Sie jetzt mich oder sich selbst?

    @Blogpuppe Aus gegebenem Anlass (peinlich berührt sein) möchte ich lieber davon absehen, hier öffentlich dazu Stellung zu beziehen (mich zu verraten). Nur soviel sei gesagt: Rauhfasertapete eignet sich übrigens hervorragend dazu, Reißzwecken hineinzupieksen.

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  11. zu betonen, er habe kein soziales leben war überflüssig. vielmehr würde mich interessieren, ob er solche briefe vor oder nach seiner täglichen selbstbefriedigung schreibt.

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  12. Ich hatte einmal einen Nachbarn,
    der sich meiner Frau gegenüber so verhielt,
    wie es der Vergraemer hier Ihnen gegenüber tut.
    Die Beiden sind inzwischen verheiratet und leben glücklich und zufrieden mit unseren 3 Kindern in Idar-Oberstein. Ich bekomme jedes Jahr zu Weihnachten eine Postkarte von ihnen, die allerdings immer furchtbar ist.
    Ich schmeisse sie deshalb auch immer gleich ungelesen weg, doch das nur nebenbei.
    Passen sie auf sich auf, nicht das sie auch noch in Idar-Oberstein landen. Ich war einmal dort und es ist Scheiße.

    Herzliche Grüße,
    Wigald Rubbel

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  13. mit zunehmender Länge des Blogs, bin ich mir nicht mehr soo sicher, ob ich euch beide überhaupt noch ernst nehmen soll :-(

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  14. Für ganz Mutige eignet sich vortrefflich auch die gemeine Tuba als körperverlängernde Hauptbedeckung. Aber Achtung! Vorher unbedingt Spuckeventil betätigen!

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  15. Oh, das ist sooo romantisch. Besonders die Stelle, an der du von dem Megafon erzählst. Weiter konnte ich dann erstmal nicht lesen, weil ich in Freudentränen ausbrach.

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  16. Liebe/r [Anonym], vielen Dank für deinen Kommentar. Da ich wohl weiß, wie ein Morgenstern aussieht, werde ich den Link, den du gerade geschickt hast, lieber nicht veröffentlichen. Alle, die nicht wissen, wie solch Gerätschaft anmutet, dürfen meinetwegen beim Googlen ruhig auf die Gedichte des gleichnamigen Herrn stoßen.

    Herzlichst, Judetta

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  17. Hey, genial der philosophische Bi-Monolog, wie man denn mit anderen umgehen soll.

    Precht (Wieviele bin ich) ist soooo ein protzerischer VollVersager, aber PROFESSORIN JUDETTA kann einfach:
    - voll frisch
    - echt kraß gut
    - immer wieder neu
    - als Erstz für KennenLERN-fähige Männer
    sich verstehen.

    Liebe - ist, anderem die Zukunft als sich selbst zu schenken.... und die Mackerlein könnten hier viel lernen.

    Yeah - happy peace, Viel Erfolg! pirat20

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